Olympia oder Zukunft für alle?
Die DAVA sagt: Erst die Menschen, dann das Spektakel.
DAVA empfiehlt NEIN beim Referendum am 31. Mai 2026
Am 31. Mai 2026 entscheiden die Hamburger über eine Olympia-Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044. Für die DAVA ist das eine Richtungsentscheidung über soziale Gerechtigkeit. „Entweder wir investieren dieses Geld in unsere Schulen und Kitas – oder wir bauen einen Schuldenberg auf, den unsere Kinder über Jahrzehnte abtragen müssen. Das ist die Zukunft einer ganzen Generation“, sagt Mustafa Yoldas, Vorsitzender der DAVA Hamburg.
Der Senat kalkuliert mit 4,8 Milliarden Euro – ohne unabhängige Prüfung. Die Bürgerschaftsmehrheit aus SPD und Grünen lehnte Anträge ab, den Rechnungshof einzuschalten. Dabei zeigt die Oxford-Studie zu allen Olympischen Spielen seit 1960: Die durchschnittliche Kostenüberschreitung liegt bei 179 Prozent. London 2012 kostete am Ende fast das Vierfache des geplanten Budgets. Paris 2024 das Zweieinhalbfache – bei laut französischem Rechnungshof nur „bescheidenen“ wirtschaftlichen Auswirkungen. Keine einzige Olympiade seit 1960 hat ihr Budget eingehalten.
Sollten sich die Hamburger Kosten verdoppeln, fehlen knapp 5 Milliarden Euro dort, wo sie längst gebraucht werden. 357.500 Hamburger – 18 Prozent der Bevölkerung – leben heute in sozialen Problemlagen. Schulen sind marode, Kitas überlastet, Wohnraum unbezahlbar. Die entscheidende Frage lautet: Sollen unsere Kinder mit hohen Bildungsstandards in Europa konkurrieren – oder sollen sie später auf Olympia-Gebäude ihrer Stadt hinweisen, während ihre Schulen verfallen? „Wir reden über Kinder, die in kaputten Schulgebäuden lernen, und Familien, die auf Kitaplätze warten – während der Senat Millionen für Olympia-Werbung ausgibt“, so Yoldas. Noch im Wahlkampf 2025 versprachen SPD und Grüne genau hier zu investieren. Versprechen an die Vielen, Projekte für die Wenigen.
Die DAVA steht nicht allein: Die Linke Hamburg, der BUND und die Initiative NOlympia mit über 19.000 Unterschriften fordern dieselbe Transparenz. Das IOC ist kein gemeinnütziger Verband – die Gewinne aus Paris flossen steuerbefreit in die Schweiz. Das Risiko tragen die Steuerzahler vor Ort.
WIR FORDERN: unabhängige Rechnungshof-Prüfung, vollständige Kostentransparenz und ein Ende der 11-Millionen-Euro-Werbekampagne mit Steuergeldern.
Unsere Empfehlung: Stimmen Sie am 31. Mai mit Nein – für ein Hamburg, das auf die Zukunft seiner Bürger achtet.
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Hamburg kann’s besser: Gemeinsam. Gerecht. Frei.
„Gemeinsam stark. Miteinander vereint“
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Hamburg, den 06.05.2026
DAVA Landesverband Hamburg
Demokratische Allianz für Vielfalt und Aufbruch-Hamburg



